Notiz_22.1


            Da.

Ich liege im Bett, in meinem Bett. Das Fenster ist offen. Die Luft der Stadt ist angenehm warm.
            Vielleicht ist der Frühling angekommen.
            Vielleicht.
Wir bleiben still, Vera und ich, müde aber nicht schläfrig. Sie sitzt auf dem Fensterbrett, lässt ihre Beine baumeln und schaut hoch. Ich liege im Bett, in meinem Bett, vor mir Vera, hinter Vera der Himmel. Es ist schön, die Zeit laufen zu lassen. Als würde man vom Ufer auf die Donau schauen.
            In zehn Tagen fahren wir also wieder.
            Ja. Nach München.
            Es wird schön.
            Sicherlich.
Ich kann sie nicht sehen, doch ich weiß, dass die Flugzeuge wie fallende Sterne im Himmel über uns fliegen. Entfernungen breiten sich aus in jeder Richtung, weiß wie die Landschaft. Mir fällt plötzlich etwas ein.
            Vera?
            Ja?
            Was hatte ich eigentlich vergessen damals?
Vera dreht sich zu mir. Im Licht der Tischlampe werden ihre Gesichtszüge milder, weicher.
            Ruhe.

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